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Bericht zum Vortrag „Balkonkraftwerke – kostengünstig und effizient“



 

 

Auf sehr starke Resonanz stieß die Einladung der Freien Bürgerliste (FBL) ins Sportheim des SV Königshofen zum Themenvortrag „Balkonkraftwerke“, gehalten vom aktuellen FBL Gemeinderatskandidaten Dr. Sebastian Fiedler vom Förderkreis Umweltschutz Unterfranken e.V.

Der promovierte Experimentalphysiker und Umwelt/-Energieberater erläuterte vor knapp 120 interessierten Zuhörern seine Untersuchungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von Balkonkraftwerken.

 

Stadtrat Herbert Bieber begrüßte zunächst alle Besucher und freute sich, dass Dr. Sebastian Fiedler nach seinem Vortrag in Marbach zum Thema „Heizungsgesetz“ jetzt auch den Weg nach Königshofen gefunden hat. 

 

Der Experte Dr. Fiedler griff zu Beginn gleich die dazu häufig gestellten Fragen auf, wie die gesetzlichen Vorgaben sind, wie groß der bürokratische Aufwand ist, wie (un)kompliziert tatsächlich die Balkonkraftwerke zu installieren sind, was beim Betrieb zu beachten ist und ob die Investitionen überhaupt rentabel sind.

 

Seit Anfang 2024 dürfen anstatt 2 x 300 Watt jetzt die leistungsstärkeren 2 x 400 Watt Module genehmigungsfrei verwendet werden. Die Anmeldung beim Marktstammdaten-register wurde stark vereinfacht und auf das „notwendige Minimum“ reduziert.

 

Bei einer maximalen 800 Watt Gesamtleistung benötigt man lediglich drei Elemente und zwar zwei 400 Watt PV-Module, einen Inverter (auch Mikrowechselrichter genannt) und einen Adapterstecker vom Inverter auf die ganz normale Schuko-Steckdose.

 

Die Installation ist sehr einfach auszuführen, schon deshalb bedarf es keiner fach-männischen Hilfe, anders als bei großen PV-Anlagen, wo ein Fachmann bedingt vorgeschrieben ist. 

 

Derzeit werden bei verschiedenen Händlern die fertigen Balkonkraftanlagen ab ca.

400 Euro angeboten. Der Experte rät jedoch dazu Module von guter Qualität mit Garantieanspruch zu bevorzugen.

 

Aufschlussreich waren seine Ausführungen zu der Kostenkalkulation. Am Beispiel eines 2-Personen-Haushaltes mit einem geschätzten 2.500 kW Jahresverbrauch bei einem aktuellen Stromtarif inklusive Jahresgebühren von ca. 40 Ct/kWh könnte der errechnete Ertrag eines Balkonkraftwerkes bei voller Auslastung im Jahr bis zu 1.000 kW ergeben.

 

Dadurch könnte sich die Investition eines Balkonkraftwerkes bereits nach einem (1) Jahr armortisieren und gleichzeitig in den darauffolgenden Jahren die Eigenbedarfskosten reduzieren.       

Wer keinen Balkon in bester Ausrichtungslage besitzen sollte, könnte alternativ die 2 x 400 Watt Module auch als Wand PV oder als Zaun/Einfriedung benutzen. Senkrecht (90 Grad)  aufgehängte Solarstromanlagen erzielen dennoch genügend Erträge.

 

Bei den angebotenen Stromspeichern zeigte sich der Experte allerdings skeptisch, weil sich bei den derzeitigen Preisvorgaben (Beispiel: 800 Euro für einen 1,6 kWh Speicher/1.500 Euro für einen 3.2 kWh Speicher) die Mehrinvestitionen nicht lohnen würden. 

 

Zum Schluss seines Vortrages gab Dr. Fiedler noch wichtige Anregungen, was man bei der Ausrichtung und Installation der Module berücksichtigen sollte. Der jeweilige Neigungs-winkel und die Ausrichtungslage beeinflussen eindeutig die Erträge. Die besten Erträge erzielen demnach die Module in Süd-/West- und Ostausrichtung.  

 

Der „SV-Königshofen-Hausherr“ Herbert Bieber bedankte sich im Namen aller Anwesenden für diesen hilfreichen Vortrag und ist sich sicher, dass der eine oder andere das jetzt problemlos umsetzen könnte.

 

Die Freie Bürgerliste (FBL) wird diesen Vortrag in der fraktionseigenen Homepage 

www.freie-buergerliste.de zur Verfügung stellen.

 

 

Reinhard Vollmer

FV der FBL/25.04.2024


Balkonkraftwerke
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